Auch ein Lachen ist hochansteckend

In ungewissen Zeiten und Krisen, die das Leben mit sich bringt, spüren wir Verunsicherung. Wie schaffen wir es, diese Situationen positiv für uns zu nutzen und sogar gestärkt aus ihnen hervorzugehen? In diesem Blogbeitrag möchte ich aus aktuellem Anlass ein paar Gedanken mit dir teilen.

Was nützt es mir?

Was nütz es mir, mich zu ärgern? Kann ich etwas an der Situation ändern? Keine Chance. Die Welt dreht sich weiter, aber die Karten sind neu gemischt. Es gibt Dinge, die können wir nicht ändern. Wir müssen abwarten, sind ausgeliefert und scheinbar chancenlos. Das fühlt sich nicht gut an. Wir steigern uns in unsere Wut, unsere Sorgen und Ängste. Wofür also sollten negative Ereignisse und Erfahrungen gut sein?
Sicher kennst du den Grundsatz für persönliche Weiterentwicklung im Umgang mit negativen Situationen:
 
„Change it, leave it or love it“
 Zu Deutsch: Ändere eine Situation, verlasse die Situation oder wenn beides nicht geht, dann lerne ganz einfach, sie zu lieben.
Betrachten wir also die aktuellen Ereignisse auf dieser Welt: Die Covid 19-Krise ändern? Nein. Die weltweite Coronakrise verlassen? Wohin denn? Außer natürlich du hast zufällig ein Ticket auf den Mond in deiner Schreibtischschublade herumliegen. Somit bleibt also nur eins: Love it! Egal, wie verrückt das im ersten Moment klingen mag. Lerne die Situation zu lieben. Vielleicht tippst du dir jetzt mit dem ausgestreckten Zeigefinger an die Stirn. Einen Virus lieben? Natürlich nicht. Der einzige Weg, den wir Menschen, den JEDER Mensch auf diesem Planeten gerade gehen kann heißt aber dennoch: Love it. Die beiden anderen Optionen funktionieren nicht. Kein Ändern, kein Verlassen.
 „Was nützt es mir?“,
 bedeutet also nicht: Was nützt es mir, mich zu ärgern? Sondern ganz einfach und tatsächlich:
Was nützt mir diese Situation? Was daran kann ich für mich nutzen?
„Love it“ bedeutet manchmal einfach nur annehmen können. Es bedeutet manchmal nicht mehr, als die inneren Schutzschilder und Waffen niederzulegen und der Situation offen entgegen zu blicken. Lieben kannst du nur, wenn du nicht erwartest, sondern hinschaust. Was siehst du dann? Du siehst eine Welt, die Kopf steht. Du siehst eine Welt, die die Orientierung verliert. Du siehst aber auch eine Welt, die Halt sucht. Etwas oder jemanden zu lieben, bedeutet bedingungsloses Annehmen. Nur so haben wir die Möglichkeit, die Situation für uns zu nutzen. Denke einmal an deine Familie, deine Freunde und Arbeitskollegen.
Auch sie können diese Situation weder ändern, noch verlassen. Auch sie stehen an einer Gabelung, an der sie sich dafür entscheiden können, in Panik, Zweifel und sogar Hass zu verfallen. Sich hinter Bergen aus Klopapier, Nudeln und Mehl zu verschanzen, oder sie lernen, diese Ungewissheit anzunehmen, anderen Menschen Halt zu geben, ihr Lachen, ihren Humor nicht zu verlieren. Auch in dieser Situation gibt es unzählige Handlungsmöglichkeiten. So lange du deine Liebe, deine Zuversicht und deinen Humor nicht verlierst, bist du der Leuchtturm im Sturm. Für dich selbst und andere. Dafür musst du nicht wissen, wohin es geht. Du musst nicht recht haben mit irgendwelchen Aussagen über die Zukunft. Wir wissen ohnehin nicht, was passiert. Wir werden es erfahren. Wenn du deine Liebe, dein Leuchten und deine Krafft fütterst, dann trägst du zu einem neuen Bewusstsein des Mutes und der Zuversicht auf dieser Erde bei. Dann schenkst du anderen Menschen Gewissheit, wenn sie in der Dunkelheit dein Leuchten sehen.
Was glaubst du, ist hochansteckend? Ein Virus oder ein ehrliches Lachen aus der Tiefe deines Herzens? Letzteres wirkt sofort. Ohne Gleitzeit, ohne Quarantäne. Die Nebenwirkungen aber sind genauso stark. Lachen, Gelassenheit und Zuversicht sind genau die Dinge, die nicht nur dein eigenes Immunsystem stärken, sondern auch das deiner Mitmenschen. Ein Lachen ist sogar übers Telefon ansteckend. Da kann Covid 19 leider nicht mithalten. Ist es nicht schön, andere Menschen anzustecken, wenn wir damit Gutes tun?
 
Bleib wach, bleib zuversichtlich. Nimm dir Zeit, dich selbst stark zu machen. Von innen heraus. So wirst du immer gut handeln und in jedem Schatten ein Licht entzünden, an dem sich auch deine Mitmenschen wärmen werden.
 
In den ersten Tagen dieser Krise habe ich Wut und Ärger gespürt. Ich habe nur an mich gedacht. An mein Buch, mein Zirkustraining, meine Regiearbeit. All meine Chancen, die mit einem dummen Ereignis verpuffen. Dann aber habe ich mir diese Frage gestellt: Was nützt es mir? Was kann ich dieser Situation abgewinnen, wenn ich mich nicht gegen sie wehre? Wenn ich meine Wut, meinen Frust und meinen Versuch, all das zu verstehen, loslasse. Jetzt sehe ich Chancen, die ich zuvor nicht hatte. Ich sehe Zeit für meine Website, für mein zweites Buch, für das Marketing meines ersten Buches, für neue Ideen im Zirkus, für unseren Garten, die Tiere und meine Mitmenschen. Für Blogbeiträge wie diesen. Ich sehe, dass nicht alles schlecht geworden ist und dass die Guten Dinge einen noch viel größeren Wert bekommen haben.
Zum Schluss bekommst du nun einige Anregungen, um aus Krisen Chancen zu machen, egal welcher Art eine Krise gerade ist:
 
– Meditiere
– Schaue dir inspirierende und wohltuende Beiträge von Menschen an, die ihr Leuchten in die Welt bringen. Wärme dich daran. Die wichtigsten Krisennachrichten erreichen dich ohnehin.
– Konzentriere dich auf Lösungen, nicht auf Probleme.
– Wenn du kannst, gehe spazieren, an die frische Luft, atme den Duft des Waldes ein. Bleibe in Bewegung
– Setze Pflanzensamen in die Erde, kümmere dich gut um sie. Sie zeigen dir, was Dankbarkeit ist. Dankbarkeit gegenüber diesem Planeten, der uns alle ernährt.
– Lerne ein Instrument oder singe so viel du kannst.
– Tanze zu guter Musik durch dein Wohnzimmer oder springe auf dem Bett herum
– Spreche mit Menschen, die ebenfalls positiv sind und daran festhalten
– Lese gute Bücher
– Höre informative Podcasts und Male ein Bild dazu
– Lerne eine Fremdsprache
– Nimm dir die Zeit für deine Visionen.
Als Visionboard, Brainstorming, im Gespräch mit anderen.
 
Was sind deine Werte? Was ist dir wichtig im Leben? Welche Ziele hast du? Hat die aktuelle Situation etwas an deiner Sicht auf das Leben verändert?
Reflektiere dein bisheriges Leben. Möchtest du, dass alles nach der Krise genauso weitergeht? Was willst du ändern? Sehe diese Zeit als Sprungbrett, das du in dir selbst erbaust.
 
Schlussendlich schafft jede Krise Chancen, weil sie uns an einen Punkt in unserem Leben bringt, an dem wir keine Angst mehr haben müssen. Wir haben immer nur Angst vor einer Situation, niemals in einer Situation. Dann nämlich handeln wir. Sobald wir also beginnen zu handeln, ist das Schlimmste bereits hinter uns.

2 Kommentare

  1. Christian

    Hi Geraldine,,
    Leuchten in die Welt bringen – ja, das ist schön formuliert und auch mein weg 😉
    es geht nicht um mich hier, auch wenn es mir gefallen würde.
    Dir weiterhin eine samtige zeit – warum samtig? – weil das ein GEfühl für mich ist, wo es mir und dann meiner umgebung rundum gut geht.

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    • GrenezenlosLeben

      Lieber Christian,
      LIeben Dank für deine Nachricht. Samtig ist ein spannendes WOrt. Darüber werde ich nachdenken 😉

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