Die große Kraft der Veränderung

Ich bin ein absolutes Sommerkind. Aber was soll man machen? Die Erde dreht sich weiter und der Herbst steht vor der Tür. Mit kalten Winden, regnerischen Tagen und matschgrauen Wolken. Es hilft ja alles nichts. Außerdem… so ein kleines Fünkchen Freude ruft die kälter werdende Jahreszeit doch in mir hervor: Der Herbst steht bei mir für Veränderung. Für die große Kraft des Aufbruchs und des Umbruchs. Dem Frühling könnte man im Grunde dieselben Qualitäten unterstellen. Zwischen den beiden Übergangszeiten gibt es für mich aber einen Unterschied. Frühling ist für mich mit Wachstum, fruchtbaren Ideen und Potenzialentfaltung verbunden. Im Herbst hingegen heißt es ganz kühl und pragmatisch: Jetzt. Einfach. Machen. Es ist Zeit, loszulassen und Platz für Neues zu schaffen. Das zeigen mir die braun gewordenen Blätter, die von den Bäumen fallen. Der Herbst ist mutig, denn er bereitet uns auf harte Zeiten vor. Er schreckt nicht zurück. Er richtet alles so ein, dass die Natur bestens für den kalten Winter gewappnet ist. Loslassen und Mut führen zu Veränderung und genau diese Energie schenkt uns der Herbst. 

Es ist Zeit. Zeit für Veränderung

Seit einigen Wochen spüre ich diese prickelnde Unruhe in mir, die eine natürliche Veränderung sucht. Ich arbeite wieder intensiver an meiner Selbstständigkeit und gleichzeitig in ihr. Ideen und Gedanken, die schon lange vor sich hin brodeln, halten sich jetzt nicht mehr zurück. Ich weiß nicht woher meine Kraft und meine Motivation kommen, aber wenn ich aus dem Fenster unseres Zirkuswagen in die Natur blicke, dann finde ich Bestätigung. Es ist Zeit. Zeit für Veränderung. Was lebt, das wandelt sich und diese logische Gegebenheit macht mir die Natur im Herbst noch deutlicher. Wandel und Veränderung sind unumgänglich.

 

 

Aber der Herbst gibt uns noch mehr. Er gibt uns die Ruhe, die wir brauchen, um Kraft zu sammeln. Veränderung kostet Kraft. Altes loszulassen kostet Kraft. Neues zu wagen kostet Kraft. Aber zum Glück ist es im Herbst so schön, einfach mal mit einem Buch und einem heißen Tee in dicken Wollsocken am Kamin zu sitzen und dem Prasseln der Flammen im Ofen zu lauschen. Auch dieses „zu sich selbst kommen“ hat viel mit Veränderung zu tun. Verändern können wir nur uns selbst. Niemals andere Menschen. Und je mehr wir dieses Gebot beachten, desto wahrscheinlicher wird es, dass sich unsere Umgebung mit uns Verändert.

 

Wir müssen nicht kämpfen, motzen und schimpfen

Wie aber funktioniert Veränderung? Im Herbst wird es kälter und regnerisch und wir Menschen stellen uns zwangsläufig auf die Veränderungen der Natur ein. Niemand muss uns darum bitten. Genau diese Kraft der eigenen Veränderung, die Mutter Natur hat, die haben auch wir. Schließlich sind wir ein Teil dieser Erde. Ein Teil der Schöpfung. Wir haben die Kraft, uns selbst zu verändern und damit Veränderungen im Außen anzustoßen. Wir müssen nicht betteln. Wir müssen nicht kämpfen, motzen und schimpfen. Wir dürfen mit Kraft und Freude bei uns selbst anfangen. Alles um uns herum wird sich unserem neuen Denken und Handeln zwangsläufig anpassen. Der Herbst schenkt uns die Inspiration, uns innerlich zu sortieren. Er schenkt uns den Mut, loszulassen und Neues zu wagen. Und er schenkt uns die Kraft der Veränderung.